Stromvergleich

 

Weitere Informationen zum Stromvergleich

Handy, Herd und Licht – ein Haushalt ohne Strom ist heutzutage nicht mehr denkbar. Doch Strom ist nicht gleich Strom – zwischen den Arten der Energieerzeugung und den einzelnen Tarifen der mehr als tausend Stromanbieter liegen Welten. Unser kostenloser Strompreisvergleich verschafft Ihnen einen schnellen Überblick. Auf Wunsch können Sie auch gezielt nach Ökostromanbietern suchen.

So funktioniert unser kostenfreier und unverbindlicher Stromrechner

Geben Sie einfach ein, wo und mit wie vielen Personen Sie in einem Haushalt wohnen und welche Vertragslaufzeit und Tarifkonditionen Sie sich wünschen. Wir liefern Ihnen umgehend, unverbindlich und kostenfrei passende Ergebnisse. Sollten Sie Gewerbekunde sein, wird auch das bei unserem Stromvergleich berücksichtigt. Mit unserem Energierechner können Sie so sehr viel Geld sparen!

Wann Sie Ihren Stromanbieter wechseln können

Etwa sieben Millionen Menschen wechseln in Deutschland laut der Zeitschrift Ökotest jährlich den Stromanbieter. Informationen dazu, wann genau Sie zu einem günstigen Stromanbieter wechseln können, finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Ihres Stromvertrags.

Eine Vertrags-Erstlaufzeit darf nicht länger als zwei Jahre dauern. Wird das Verhältnis nach deren Ablauf nicht gekündigt, dann darf das Vertragsverhältnis danach nur je um zwölf Monate verlängert werden. Die Kündigungsfrist darf zudem nicht mehr als drei Monate betragen.

Beim Grundversorger binnen zwei Wochen kündigen

Jeder Ort hat einen Grundversorger, welcher in einem bestimmten Netzgebiet die meisten Menschen mit Strom beliefert. Bemüht man sich bei einem Umzug nicht selber um einen Stromanbieter, wird man diesem Grundversorger zugeordnet. Auch Kundinnen und Kunden, deren Stromanbieter insolvent ist, werden zunächst dem Grundversorger zugeteilt.

Einen derartigen Grundvertrag oder Grundversorgungsvertrag können Sie mit zweiwöchiger Frist kündigen – es sei denn, Sie haben mit Ihrem Grundversorger einen Sondervertrag abgeschlossen. Die Kündigung kann sich lohnen, denn meist hat der Grundversorger nicht die günstigsten Stromtarife. Mit unserem Stromvergleich können Sie sekundenschnell herausfinden, ob Sie bei Ihrem Grundversorger zu viel zahlen.

Wann Sie ein Sonderkündigungsrecht haben

Sie haben ein Sonderkündigungsrecht, wenn Ihr Stromanbieter "die Vertragsbedingungen einseitig" ändert – das besagt § 41 Absatz 3 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Wenn also Ihr Anbieter den Strompreis erhöht, können Sie fristlos kündigen. Nach der Erhöhung haben Sie in der Regel zwei Wochen Zeit, die Kündigung vorzunehmen. Damit das Unternehmen diese zeitig erhält, ist es ratsam, sie als Einschreiben zu versenden und sich auf die Preiserhöhung und das Sonderkündigungsrecht zu berufen.

Kann man einen anderen Stromanbieter haben als der Vermieter?

Manchmal ist man mit dem Stromversorger des Vermieters nicht zufrieden, weil er einem zu teuer erscheint. Doch nicht immer hat der Vermieter einen Anreiz, einen günstigeren Stromanbieter zu suchen, insbesondere wenn er nicht an den Stromkosten beteiligt ist, weil er an einem anderen Standort wohnt. Sie können jedoch selber etwas tun, wenn Ihnen die Nebenkosten zu hoch erscheinen.

Anbieterwechsel bei eigenem Stromzähler möglich: Haben Sie in Ihrer Wohnung einen eigenen Stromzähler, dann können Sie zu einem Unternehmen mit einem Tarif Ihrer Wahl wechseln.

Betriebskostenspiegel-Vergleich bei gemeinschaftlichen Anschlüssen: Haben Sie für Ihre Wohnung keinen eigenen Stromzähler, empfiehlt es sich, den lokalen Betriebskostenspiegel einzusehen. Dieser wird von den einzelnen Städten veröffentlicht und gibt Auskunft über durchschnittliche Stromkosten vor Ort und andere relevante Nebenkosten wie Abwasserentsorgung, Wohngebäudeversicherung oder Haftpflichtversicherung. Ist die eigene Stromrechnung sehr viel höher als der Ortsdurchschnitt, könnte man verschiedene Stromtarife vergleichen und dem Vermieter günstige Angebote vorlegen.

Bei Nebenkosten gilt das Wirtschaftlichkeitsprinzip: Das heißt, der Vermieter ist dazu verpflichtet, einen günstigen, jedoch nicht den billigsten, Stromversorger zu wählen. Entscheidet sich der Vermieter für ein besonders teures Unternehmen, muss er die Angemessenheit des Preises nachweisen. "Teuer" und "günstig" sind allerdings nicht genau definiert. Keinesfalls sollte man die Zahlung der Stromrechnung verweigern, da sonst die Kündigung der Wohnung droht.

Daraus setzt sich der Strompreis zusammen

Nicht nur die Energie selber muss bezahlt werden. Auch Steuern und staatliche Abgaben sind im Preis enthalten. Insgesamt unterscheiden sich dabei die Prozentsätze für einzelne Abgaben von Privatverbrauchern und Gewerbekunden.

Die Grafik zeigt die Zusammensetzung des Strompreises für Privatkunden (Stand 2015) Dabei wird deutlich, dass mehr als die Hälfte der Kosten aus Steuern und Abgaben zusammengesetzt sind. Diese Abgaben werden in regelmäßigen Abständen angepasst. 2015 wurde so beispielsweise die Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) erhöht.

In naher Zukunft werden dabei insbesondere bezüglich des Netzentgelts lokal weitere Erhöhungen erwartet. Hintergrund ist der geplante Netzausbau, dessen Kosten im Milliardenbereich liegen.

Stromlieferanten

Verschiedene Leistungsmodelle

Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Gängig sind Verträge, in denen alle Bestandteile des Strompreises bereits berücksichtigt werden – also die Kosten für Strom, Abgaben und Steuern sowie die Nutzung des Stromnetzes. Diese Art des Vertrags nennt man auch einen All-Inklusive-Vertrag. Alternativ kann man einen Vertrag abschließen, bei dem die Netznutzungskosten nicht berücksichtigt werden, wenn etwa Stromlieferant und Netzanbieter nicht identisch sind. Man vereinbart also mit einem Stromanbieter einen Stromliefervertrag und zahlt alle Kosten und Abgaben für den elektrischen Strom. In diesem Fall muss mit dem Netzanbieter ein Zusatzvertrag vereinbart werden, nämlich einen Netznutzungsvertrag, damit man das Stromnetz für die Übertragung nutzen darf. Selbst wenn Netzanbieter und Stromlieferant nicht identisch sind, ist Ihr Vertrag häufig ein All-Inklusive-Vertrag, da die Stromlieferanten ein entsprechendes Nutzungsentgelt an den Netzbetreiber zahlen.

Unterschiedliche Tarifarten

Auch beim Tarif können Sie unter mehreren Varianten wählen. Wie beispielsweise bei etwa Kfz-Versicherungen oder Krediten nehmen dabei Online-Verträge einen immer größeren Raum ein. Bei Online-Tarifen werden Anmeldung, Stromzählermeldungen und Abschlagsrechnungen über das Internet abgewickelt. Rechnungen werden nur per E-Mail und nicht per Post geschickt.

Tarife mit Preisgarantie: Wählen Sie diese Variante, können Sie sich gegen steigende Strompreise absichern. Der Stromanbieter verpflichtet sich, während eines bestimmten Zeitraums – meist einem Jahr – die Strompreise konstant zu halten. Die Preisgarantie umfasst dabei alle Bestandteile des Strompreises. Ähnlich ist der Tarif mit Preisfixierung, allerdings sind dort Erhöhungen aufgrund von Steuern und Abgaben möglich. Ein Tarif mit Preisgarantie ist dementsprechend empfehlenswerter als ein Tarif mit Preisfixierung.

Bei kWh-Pakettarifen kaufen Sie über einen bestimmten Zeitraum eine bestimmte Energiemenge. Verbrauchen Sie weniger, dann erhalten Sie kein Geld zurück, verbrauchen Sie mehr, zahlen Sie dafür mehr als den regulären Preis. Empfehlenswert ist ein derartiger Pakettarif nur, wenn Sie Ihren eigenen Stromverbrauch sehr genau berechnen können.

Bei Tarifen mit Mehr- / Minderbrauchsaufschlag werden Strommindest- verbrauchsgrenzen und Stromhöchstverbrauchsgrenzen definiert.

Liegt der tatsächliche Verbrauch außerhalb dieser Grenzen, muss man Preisaufschläge zahlen. Auch dieser Stromtarif lohnt sich nur, wenn Sie einen sehr guten Überblick über die Energiewirtschaft Ihres Haushalts haben.

Wählen Sie einen Ökostromtarif, dann erhalten Sie Ihren Strom aus erneuerbaren Energien beziehungsweise aus Kraft-Wärme-Kopplung. Alternativ kann ein Ökostromtarifanbieter den CO²-Ausstoß auch durch bestimmte Klimaschutzprojekte ausgleichen. Der Lieferant produziert dann zwar keinen Ökostrom, aber investiert in Umweltschutzprojekte wie beispielsweise Aufforstung. Diese Form des Ökostromtarifs nennt man auch Klimatarif.

Jeder Haushalt, der sich nicht eigenständig für einen Stromversorger entscheidet, wird automatisch einem Grundversorger zugeordnet und hat dann einen Grundversorgungstarif oder Grundtarif. Der Grund- versorger ist der Netzanbieter, der je vor Ort die meisten Stromkunden hat. Nicht immer ist der Grundversorger auch der günstigste Anbieter. Vielfach lohnt sich der Wechsel, denn einen Grundversorgungstarif kann man binnen zwei Wochen kündigen. Wählen Sie einen Tarif bei einem Anbieter Ihrer Wahl, und ist dieser nicht der Grundversorger, dann haben Sie einen Liefervertrag außerhalb der Grundversorgung.

Unser Stromvergleich listet Ihnen einzelne Tarife dabei entsprechend Ihrer Angaben auf und klammert einzelne Tarifarten auf Wunsch aus.

Wattstunden und Kilowattstunden

Wie der Strom abgelesen wird

Der Strom wird meist in Kilowattstunden (kWh) gemessen und in dieser Einheit von Strom- oder Wärmezählern abgelesen und erfasst. Die Kilowattstunde ist das Tausendfache einer Wattstunde (Wh). Eine Wattstunde bezeichnet dabei die Energie, die ein technisches Gerät binnen einer Stunde benötigt. Auf vielen Ihrer elektronischen Geräte finden Sie Angaben über deren individuellen Wattverbrauch pro Stunde. Die Energieklasse gibt zudem Auskunft über die Energieeffizienz von Elektrogeräten. Besonders stromsparend sind dabei nur die Geräte der Klassen A+ bis A+++.

Beispiel Laptop: Benötigt ein Laptop pro Stunde durchschnittlich 25 Watt, so könnte man ihn mit einer Kilowattstunde 40 Stunden lang nutzen.

Beispiel Herd: Benötigt Ihr Herd 4.000 Watt, dann können Sie ihn mit einer Kilowattstunde 15 Minuten lang betreiben.

Der durchschnittliche Preis für eine Kilowattstunde

Der Strompreis für eine Kilowattstunde ist in den letzten Jahren gestiegen. In der Bundesrepublik betrug er Anfang 2014 durchschnittlich 29,13 Eurocent – inklusive Steuern und Abgaben. Das berechnete der Bundesverband für Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer Strompreisanalyse (Stand 05/2014). Diese Strompreisangabe ist allerdings nur ein Richtwert. Zwischen den einzelnen Anbietern und den verschiedenen Arten der Stromversorgung liegen große Preisunterschiede. Ein Stromvergleich mit unserem Rechner lohnt sich also.

Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Jahr

Für die meisten Alltagsaktivitäten benötigt man Strom, vom morgendlichen Kaffeekochen bis hin zur Beleuchtung des Zuhauses am Abend. Doch wieviel kommt dabei zusammen? Angaben darüber finden Sie auf Ihrer Jahresabrechnung. Dort ist verzeichnet, wieviel Sie verbraucht haben.

Richtwerte besagen, dass man in einem Single-Haushalt jährlich rund 2.000 kWh verbraucht. Für einen Zwei-Personen-Haushalt liegen die Werte bei 3.500 kWh, bei einem Vier-Personen-Haushalt bei 5.000 kWh und einer Großfamilie bei 8.000 kWh pro Jahr. Allerdings besteht bei diesen Richtwerten noch Einsparpotential.

Stromverbrauch in der BRD

Wer verbraucht wieviel?

Als das bevölkerungsreichste Land Europas hat Deutschland einen entsprechend hohen Stromverbrauch, der 2014 mit 578,5 Milliarden kWh immerhin niedriger lag als 2010 (615,4 Mrd. kWh) aber immer noch höher als 1990 (550,7 Mrd. kWh). Vergleiche mit anderen Ländern sind schwierig, da Fläche, Bevölkerung, Industrie und Handel sich in den einzelnen Staaten prozentual unterscheiden. Weltweit lag Deutschland entsprechend einer Statista-Studie 2013 auf Platz 6 der Staaten, die am meisten Strom verbrauchen (Platz 1: China, Platz 2: USA, Platz 3: Russland, Platz 4: Japan, Platz 5: Indien).

Laut einer Statista-Studie waren private Verbraucherinnen und Verbraucher in der BRD 2014 für ein Viertel des Nettostromverbrauchs verantwortlich, die Industrie mit 47 % für fast die Hälfte. Auf Handel und Gewerbe fallen 15 % und auf öffentliche Einrichtungen 9 %. Verkehr und Landwirtschaft machen nur je 2 % aus.

Energiequellen in Deutschland

Kernkraft, Kohle, Erdgas, fossile Energieträger und erneuerbare Energien

Kundinnen und Kunden in der BRD beziehen ihren Strom aus verschiedenen Quellen. Prozentual dominieren dabei immer noch Kohleerzeugung und Kernkraftenergie, doch umweltschonenderen Alternativen kommt durch die Bedrohung des Klimawandels immer mehr Bedeutung zu. Wurde vor 25 Jahren nicht einmal 5 % des Stroms durch erneuerbare Energien erzeugt, so sind es mittlerweile über 25 % – allerdings zählen zu diesen 25 % beispielsweise auch die Stromerzeugung durch Biomasse.

Deutschland: Stromexport und Import

Deutschland gehört zu den wichtigsten Stromerzeugern Europas. Das heißt aber nicht automatisch, dass die Energie in Ihrer Steckdose auch aus der BRD stammt. Je nach Standort und Art der gewählten Energiequelle kann der Strom auch aus anderen Ländern importiert worden sein. Umgekehrt exportiert Deutschland zudem Strom in die Nachbarländer – etwa nach Österreich, Dänemark, in die Tschechische Republik oder nach Polen./p>

In jüngster Zeit sind dabei die Ausfuhrmengen so hoch wie nie. Dies liegt laut Experten auch daran, dass die Strompreise an der Börse durch die Mehrerzeugung an erneuerbaren Energien gesunken sind. Dementsprechend ist es für Nachbarländer wie beispielsweise die Niederlande zuweilen günstiger, den Strom aus der BRD zu beziehen, anstatt ihn in eigenen Anlagen zu produzieren./p>

Trotz dieser Bilanz ist Deutschland auch weiterhin Stromimporteur. Im Winter beispielsweise benötigt die BRD zuweilen sogenannte "Kaltreserven" aus dem Ausland, um die Stromversorgung allerorts aufrecht zu erhalten. Hintergrund ist die im Winter abnehmende Stromerzeugung durch Solarenergie.

Energiemix

Informationen zu der Herkunft Ihres Stroms

Stromanbieter sind gesetzlich verpflichtet, auf Stromrechnungen, Rechnungsanlagen und Werbematerial genau anzugeben, woher ihre Energie kommt. Entsprechend § 42 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) muss genau aufgelistet werden, wieviel Prozent bei individuellen Tarifen aus je welcher Quelle stammt, und wo dieser Prozentsatz im Bundesdurchschnitt liegt.

Strom, der an der Börse oder nicht in der Europäischen Union gekauft worden ist, muss dabei gekennzeichnet werden. Auch muss für jeden Energiemix verzeichnet werden, welche Umweltfolgen bezüglich CO²-Ausstoß und etwaigem radioaktiven Abfall entstehen. Diese Auswirkungen müssen ins Verhältnis zum Bundesdurchschnitt gesetzt werden.

Mit geringem Aufwand die Stromkosten senken

Bei einem Stromanbieterwechsel können Sie im Idealfall mehrere hundert Euro sparen. Auch durch einen Neukunden- oder Sofortbonus können Verbraucherinnen und Verbraucher zusätzlich bis zu mehrere hundert € sparen. Wechseln Sie das Unternehmen, bieten Ihnen viele Stromanbieter im ersten Jahr diesen Bonus an. Er wird direkt von den Stromkosten abgezogen und mit Ihrem Stromtarif verrechnet. Mit unserem Stromrechner können Sie einzelne Tarife und Boni sekundenschnell, kostenfrei und ohne großen Aufwand vergleichen.

Strom sparen

Effizient den Energieverbrauch senken

Nicht nur der Anbieter- und Tarifwechsel, auch die effiziente Energienutzung hilft beim Sparen. Dadurch schont man gleichzeitig den Geldbeutel und die Umwelt. Entsprechend Berechnungen des Umweltbundesamtes können Verbraucherinnen und Verbraucher eines EU-Durchschnitthaushalts pro Jahr rund 1.000 kWh sparen. Geht man von einem kWh-Preis von 29,13 Cent aus, so wären das 291,30 € jährlich. Umgerechnet auf die durchschnittliche CO²-Emission von 550 g CO² pro kWh, kann man so 550 kg CO²-Ausstoß jährlich vermeiden. Der CO²-Ausstoß pro kWh ist dabei ein Mittelwert. Erneuerbare Energien setzen pro kWh meist CO²-Emissionen im zweistelligen Gramm-Bereich frei. Kohlekraftwerke hingegen haben teilweise sogar einen CO²-Ausstoß im vierstelligen Gramm-Bereich.

Durch die zunehmende Nutzung von erneuerbaren Energien ist dabei der CO²-Ausstoß pro kWh in den letzten Jahren etwas gesunken. Laut einer Statista-Studie lag der Durchschnitt 1990 bei 744 g, 2012 bei 562 g. Pro Kilowattstunde verbrauchten Stroms werden im Schnitt rund 550 g Kohlendioxid (CO²) freigesetzt. Die eine oder andere Kilowattstunde zu sparen, ist dabei gar nicht schwer.

Den jährlichen Energieverbrauch eines Geräts berechnen

Wieviel Strom verbrauchen Sie pro Jahr für Ihren PC, Kühlschrank oder Fön? Mit einer einfachen Formel können Sie dies ganz einfach berechnen – und damit auch die Kosten und den CO²-Ausstoß, den ein Gerät verursacht.

Manchmal ist man sich gar nicht bewusst, wie viel Strom ein einzelnes Gerät im Laufe eines Jahres frisst und welche Kosten dadurch entstehen können. Ein gutes Beispiel dafür ist der dauerhaft betriebene Gefrierschrank (linksstehende Grafik).

Die Formel lautet: Watt x h/Tag x 365 Tage = jährlicher Stromverbrauch. Geht man davon aus, dass der Gefrierschrank 150 Watt verbraucht und rund um die Uhr Strom benötigt, wäre die Rechnung wie folgt: 150 Watt x 24 h/Tag x 365 Tage = 1.314 kWh.

Diesen Jahresverbrauch von 1.314 kWh multipliziert man mit dem Strompreis. Beträgt dieser 29,13 Cent pro kWh, kostet der Gefrierschrank 382,77 € an Energie (1.314 kWh x 29,13 Cent = 382,77 €). Liegt der CO²-Ausstoß durchschnittlich bei 550 g pro kWh, verursacht das Gerät jedes Jahr 722,7 kg CO² (550g x 1314 kWh = 722,7 kg).

Klimapolitik

Energieeinsparverordnung und EU-Richtlinien

Erderwärmung und CO²-Ausstoß sind internationale Themen, die insbesondere auch für die Stromindustrie eine große Bedeutung haben. Zwischen 1990 und 2020 sollen die CO²-Emissionen der BRD um 40 % verringert werden. Bis dato ist fraglich, ob dieses Ziel eingehalten werden kann. Nicht nur Gesetze der Bundesregierung, auch EU-Richtlinien sollen dabei helfen, Stromverbrauch und CO²-Ausstoß zu reduzieren.

Entsprechend der novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV) der Bundesregierung muss bei Immobilienanzeigen so zum Beispiel Auskunft über die Energieeffizienz eines Objekts gegeben werden. Der entsprechende Energieausweis definiert unter anderem auch die Energieeffizienz mittels einer Skala: Die Effizienzklassen reichen dabei von A+ (sehr gut) bis H (schlecht).

2016 tritt zudem die "Verschärfung der Effizienzstandards für Neubauten um durchschnittlich 25 Prozent" des EnEV in Kraft. Neue Immobilien müssen folglich so gebaut werden, dass der Energieverbrauch möglichst niedrig liegt. Auch EU-Richtlinien befassen sich mit dem Thema: Ab 2021 müssen alle Immobilien als "Niedrigstenergiegebäude" gebaut werden, neu gebaute Behörden müssen bereits 2019 diese Vorgabe erfüllen. Der Standard des Niedriegstenergiegebäude entspricht dabei der Effizienzklasse A+ oder A des Energieausweises.

Klimabewusstsein in der BRD

Nicht nur in der Politik, auch im privaten Bereich nimmt das Klimabewusstsein zu. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher in der BRD nutzen Strom aus erneuerbaren Energien oder eigener Produktion – etwa aus einer Solaranlage auf dem Dach.

Eine Statista-Studie fragte im September 2014 danach, wie wichtig der Bevölkerung "die Nutzung und der Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland" sind. Über 90 % der Befragten halten das Thema für "sehr wichtig" (70 %) oder "wichtig" (22 %).

Eingeschränkter Wettbewerb und komplexer Strommarkt

Im europäischen Vergleich erzeugt und verbraucht Deutschland verhältnismäßig am meisten Strom. In Deutschland gibt es mehr als 1.000 Stromver- sorger, die die Energie von verschiedenen Netzanbietern beziehen und die unterschiedlichsten Stromtarife anbieten.

Jeder Ort hat dabei einen Netzanbieter beziehungsweise Grundversorger, der in diesem Netzgebiet die meisten Haushalte mit Strom oder Gas versorgt. Sucht man sich bei einem Umzug nicht selber einen Stromanbieter oder wird der eigene Stromversorger insolvent, wird man automatisch diesem Grundversorger zugeordnet.

Diese Grundversorger sind häufig anteilig oder komplett im Besitz der öffentlichen Hand in Form von kommunalen oder Stadtwerken.

Die Grundversorger haben vor Ort häufig eine Monopolstellung, deswegen werden die von ihnen erhobenen Gebühren staatlich kontrolliert. Nicht immer ist der Grundversorger auch der günstigste Stromanbieter. Hat man bei ihm einen Vertrag, kann man jedoch binnen zwei Wochen zu einem Anbieter und Tarif der eigenen Wahl wechseln.

Die Monopolstellung der Netzbetreiber bezieht sich dementsprechend auf Transport und Verteilung. Der Wettbewerb findet hingegen in den Bereichen Energieerzeugung, Handel und Vertrieb statt. Der Energiemarkt ist folglich ein äußerst komplexes Konstrukt mit vielen Beteiligten. Abhängig von Ihrem Wohnort haben Sie so unterschiedlich viele Wechseloptionen, denn der Vertrieb einzelner Stromanbieter ist nicht notwendigerweise bundesweit.

Energiewende durch Atomausstieg und neue Marktspieler

Derzeit gibt es wenige große Netzbetreiber, die den deutschen Strommarkt dominieren und je vor Ort auch Grundversorger sind. Durch den für Ende 2022 vereinbarten Atomausstieg und den zunehmenden Marktanteil an erneuerbaren Energien geht deren Einfluss im Inland allerdings zurück. Insbesondere kleine, lokale Unternehmen bieten Verbrauchern zunehmend attraktive Tarife und Strompreise. So finden sich regional häufig Anbieter, die günstiger sind als die lokalen Grundversorger – und zwar bis zu 5 Cent pro kWh. Hausbesitzer setzen zudem verstärkt auf die eigene Stromproduktion und eine Solaranlage auf dem Dach.

Einige der großen Netzbetreiber konzentrieren sich mittlerweile mehr und mehr aufs Ausland – Investitionen in Offshore-Windparks in Großbritannien sind beispielsweise günstiger als in der BRD, da die Anlagen in Großbritannien näher an der Küstenlinie errichtet werden können.

Auch der Strombedarf hat sich geändert, denn durch Wind- und Sonnenenergie ist nun zu anderen Tageszeiten besonders viel Strom vorhanden als bei der traditionellen Stromproduktion in Kraftwerken. Insbesondere mittags war der Strom einst teuer, nun ist er durch Solarenergie zu dieser Zeit günstiger. Der Strompreis unterliegt also Schwankungen, und die BRD exportiert mehr Strom ins Ausland als je zuvor – der Strombezug aus Deutschland ist für manche Nachbarländer so günstiger als die Produktion im eigenen Land.

Ausbau des Stromnetzes

Um die Energieversorgung in Zukunft flächendeckend zu garantieren, ist ein Ausbau des Stromnetzes geplant – Windparks etwa sind insbesondere im Norden Deutschlands angesiedelt, von wo aus der Strom in das ganze Land verteilt werden muss.

Die Bundesnetzagentur arbeitet deswegen seit einigen Jahren an einem Netzentwicklungsplan. Entsprechend des Berichts vom 4. November 2014 sollen so 5.300 km an bestehenden Trassen verbessert werden. 3.800 km an neuen Trassen soll zusätzlich hinzukommen. Derzeit wird das Vorhaben von der Bundesnetzagentur weiterhin geprüft. Über das "Wie" des Ausbaus gibt es dabei unter Experten und auch innerhalb der Bevölkerung viele Diskussionen, denn nicht alle Verbraucher- innen und Verbraucher sind mit Hochspannungsleitungen über dem Heimatort zufrieden.

Strompreiserhöhungen

Man geht davon aus, dass bis 2022 – also dem Zeitpunkt des Atomausstiegs Deutschlands – etwa 20 Milliarden Euro in die Infrastruktur des Stromnetzes investiert werden müssen. Das schlägt sich auch auf den Strompreis nieder. Stromkunden finanzieren Betrieb und Ausbau der Stromnetze durch das im Strompreis enthaltene Netznutzungsgeld, das derzeit 19,9 % des Strompreises ausmacht.

Doch das ist noch nicht alles, so müssen zum Beispiel auch Technologien her, die erneuerbare Energie für wind- und sonnenarme Tage speichern und bedarfsgerecht abgeben. Bis dato ist die Stromspeicherung noch nicht effizient geglückt, die Energie wird direkt ins Netz eingespeist. Das kann je nach Wetterlage zu Versorgungslücken führen. Derzeit werden diese noch von traditionellen Kraftwerken gefüllt, die eine notwendige Netzfrequenz von 50 Hertz (Hz) aufrechterhalten. So ist der Strompreis in den letzten Jahren um mehrere Cent gestiegen. Laut einer Statista-Studie lag der Strompreis für Privathaushalte 2008 bei 21,48 Cent, 2013 schon bei 29,21 Cent. Die Preise für die Industrie haben sich dagegen nur um rund 3 Cent verändert – so betrugen die Preise (inklusive Verbrauchssteuern, exklusive Mehrwertsteuer) für die Industrie 2008 9,59 Cent, 2013 waren es 12,73 Cent.